Galerie - Prophetisch-Apokalyptische Bilder

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“Es scheint so, als gäbe es wirklich eine andere, unsichtbare, ewige Welt, aus der unsere irdische, sichtbare, aber vergängliche einmal herausgefallen ist. Es gibt vielerlei Fäden, die beide verbinden; man muss sie nur zu finden wissen. Tatsache ist, dass Geschehnisse, die an anderen Orten ablaufen, weit entfernt davon, miterlebt werden können (…), aber auch Ereignisse, die von Menschen in Bildern, Träumen, Visionen schon vorher geschaut werden (…). Es gibt Menschen, die ein Gespür dafür haben, was auf sie oder die Welt zukommt (…).”

(aus: Gerfried Schellberger: “Zwei Welten” , Schienen, 25.10-01.11.2001)

In Schellbergers Werk finden sich eine Reihe von “Inneren Bilden”, die visionär und apokalytisch anmutend erscheinen. Der Künstler selbst beschreibt das Enstehen solcher Bilder als Audruck seiner prophetisch-telepatischen “Gabe” - sie weisen symbolisch teils Jahre vorher auf Kriege, Katastrophen und Umweltzerstörung.

“Es ist nicht immer leicht, mit dieser Gabe zu leben und damit fertig zu werden und schon im Voraus zu wissen, das wieder etwas im Anzug ist, wenn diese << schauerlichen Motive >> mich zum Malen oder Formen zwingen, gewissermaßen zur Niederschrift in Bild, Figur und Gedicht, oft gegen meinen Willen und zur unmöglichsten Stunde. (…) “

(aus Gerfried Schellberger: “Zwei Welten” , Schienen, 25.10-01.11.2001)


(Größenangaben beziehen sich jeweils auf Länge x Breite.)

Fotos: Ingrid Grossmann


“Welt in Flammen”

“Denn die Welt, sie steht in Flammen:
brennend rot wie Blut der ganze Himmel,
im Dunkel schwarz die alte Erde…
Fatal für dich, du Menschenseele!
Schon wieder über Dir die toten Reiter
auf toten, mitleidlosen Rossen
ob toten Straßen, toten Wegen
mit Pfeil und Waage, Schwert und Sense…
Die Woge wächst, die Woge schwillt,
Gigant und Riese deinem Haupte!
Stürze, stürze, Menschenseele,
tief in Tränen zu benetzen deine Schuld!
Fasse nach dem letzten Zipfel
deines Schöpfers blauen Mantel!
Eilig! Eilig!
Denn die Welt, sie steht in Flammen.”

(Gerfried Schellberger, 05.05.1958)

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie den Stiftungsvorstand Prof. Dr. Volker Thieler

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